Szenarioanalyse

Trendforschung
Szenario-Technik, Szenariogestaltung, Szenariomanagement
unter 10 Mitarbeitern
zwischen 10 und 40 Mitarbeitern
über 40 Mitarbeitern
Austausch mit Internen
hoch
einmalig
hoch

Ziel der Szenarioanalyse ist es, zukunftsrobuste Handlungsstrategien zu entwickeln.

Die Szenarioanalyse dient als Analyseinstrument zur Prognose zukünftiger Technologieentwicklungen. Durch die Betrachtung multipler Zukünfte berücksichtigt die Szenarioanalyse die Tatsache, dass die Zukunft nicht exakt zu prognostizieren, sondern in Abhängigkeit verschiedener Faktoren verschiedene Entwicklungsmöglichkeiten eintreten können. Ein Szenario beschreibt also eine mögliche zukünftige Situation. Darüber hinaus aber auch noch den Entwicklungsverlauf, der zu dieser zukünftigen Situation führt.
Im Laufe der Zeit wurden viele verschiedene Ansätze der Szenario-Technik entwickelt, deren Vorgehen sich deutlich unterscheiden. Als Beispiel soll das 5-Phasen-Konzept nach Gausemeier dargestellt werden. Zunächst wird hierbei der Untersuchungsgegenstand abgegrenzt und die Einflussfaktoren ermittelt, die die zukünftige Entwicklung des Untersuchungsgegenstands beeinflussen können. Zu den wesentlichen Einflussfaktoren werden Informationen über deren künftige Entwicklungsrichtung gesammelt. In der folgenden Prognosephase wird die Ist-Situation gemessen und mögliche Projektionen entwickelt. Im Anschluss an diese Phase werden Szenarien ausgearbeitet. Basierend auf den erarbeiteten Szenarien wird eine Strategie erdacht, die die wahrscheinlichste Entwicklungsmöglichkeit unterstützt und zugleich die anderen Entwicklungen (beispielsweise durch eine Alternativen-Strategie) berücksichtigt. Abschließend können die Szenarien und Strategien in einer Matrix betrachtet werden, anhand derer Fragen wie "was passiert, wenn ich Strategie 1 verwende und Szenario x Eintritt?" beantwortet werden können.

Der Vorteil dieser Methode gegenüber anderen Prognosemethoden ist, dass sie möglichst alle denkbaren Entwicklungen betrachtet und daher unerwartete Ereignisse nahezu ausschließt.

Input:

umfassende Daten über die zu untersuchende Technologie, Einflussfaktoren (intern oder extern)

Output:

zumeist drei Zukunftsbilder (wahrscheinlich, optimistisch, pessimistisch), Strategische Handlungsoptionen

Vorteile:

Bietet Entscheidungsgrundlage zur Entwicklung von Handlungsstrategien

Nachteile:

je weiter der Planungshorizont und je mehr berücksichtigte beeinflussende Faktoren, desto größer die Unsicherheit und desto größer die Anzahl möglicher Szenarien

Quellenangaben:

Vgl.: Reibnitz, U. von, Szenario-Technik, Wiesbaden 1992, S.192 / Geschka, H., Die Szenariotechnik in der strategischen Unternehmensplanung, Heidelberg 1999, S.541 / Gausemeier, J., Ebbesmeyer P., Kallmeyer, F., Produktinnovation: strategische Planung und Entwicklung der Produkte von morgen, München 2001, S.79ff. / Götze, U., Rudolph, F., Instrumente der strategischen Planung, Heidelberg 1994, S.24f. / Bürgel, D., Haller, C., Binder, M., F&E Management, München 1996, S.74 / Wolfrum, B., Strategisches Technologiemanagement, Wiesbaden 1991, S.186 / Götze, U., Strategische Planung auf der Grundlage von Szenarien, Heidelberg 1994, S.104f.

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