Ziel der Lead User Methode ist es, trendführende Nutzer (Lead User) in den Entwicklungsprozess einzubinden, um gemeinsam mit ihnen Ideen und Konzepte für neue Produkt- oder Prozessinnovationen zu generieren.
Die Lead User, die in sich Bedürfnis- und Lösungsinformation vereinen, werden als Innovatoren aktiv, um ein eigenes Bedürfnis zu befriedigen. Entweder haben sie bereits einen Prototypen zu ihrer Produktidee entwickelt und stellen diesen innerhalb eines Innovationsworkshops vor oder werden durch das Entwicklungsteam zu einem Innovationsworkshop eingeladen, um vor Ort neue Produkte bzw. Prozesse zu entwickeln. Wenn möglich wird die gefundene Lösungsidee mit Hilfe einer Simulation oder mit Hilfe des Rapid Prototyping Verfahrens sofort umgesetzt, um die Teilnehmer des Workshops sofort in die Evaluierung einzubinden. Nach Abschluss der Workshoparbeit werden die Ergebnisse durch das Unternehmen dokumentiert und bewertet. Um das Lead-User-Konzept durchführen zu können, benötigen Sie Mitarbeiter, die Lead User identifizieren und für die Mitarbeit begeistern können.
Der Vorteil dieser Methode besteht darin, dass mit Hilfe der Lead User nach neuen Anwendungsfeldern oder nach einzelnen technischen Lösungen für eine gegebene Fragestellung gesucht werden kann.
Vgl.: Reichwald, R., Piller, F., Interaktive Wertschöpfung, Open Innovation, Individualisierung und neue Formen der Arbeitsteilung, Wiesbaden 2009, S. 180ff
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