FMEA

Fehlererkennung
unter 10 Mitarbeitern
zwischen 10 und 40 Mitarbeitern
über 40 Mitarbeitern
Austausch mit Internen
hoch
einmalig
hoch

Das Ziel einer FMEA ist es, potentielle Fehlerquellen sowie die daraus resultierenden Folgen für ein Produkt, ein System oder einen Prozess aufzudecken und durch geeignete Maßnahmen zu vermeiden. Die Abkürzung FMEA steht im Deutschen für „Fehler-Möglichkeits- und Einflussanalyse“.

Das Vorgehen bei der Durchführung der FMEA Methode lässt sich in zwei übergeordneten Teile differenzieren und benötigt insgesamt 5 Teilschritte.
Bei der System- und Prozessanalyse wird zunächst der Umfang einer FMEA festgelegt. Hierbei wird festgelegt, welche das System oder den Prozess betreffende Element analysiert werden soll, wie beispielsweise der Betrieb der Anlage, die Wartung der Anlage oder die Reparatur. Anschließend müssen für jedes Element seine Teilfunktionen und Aufgaben festgelegt werden. Im Rahmen der Risikoanalyse gilt es zunächst für jedes System bzw. jeden Prozess eine Fehleranalyse durchzuführen. Im vierten Schritt wird das technische Risiko des im dritten Schritt erstellten Ursache-Wirkungsgefüges der Fehlfunktionen bewertet. Das Ergebnis dieser Bewertung ist die sog. Risikoprioritätszahl (RPZ), welche die Wahrscheinlichkeit des Auftretens eines Fehlers, der Folgen und der Entdeckbarkeit abschätzt. Nach erfolgter Risikobewertung werden abschließend für alle Fehlerursachen, die sich über der Eingriffsgrenze befinden, neue Vermeidungs- und Entdeckungsmaßnahmen zur Senkung des Risikos geplant.

Ein entscheidender Vorteil der FMEA ist, dass systematisch Fehlerzusammenhänge aufgedeckt und deren Einfluss auf die Qualität der Produkte und Prozesse ermittelt wird.

Input:

FMEA-Formblatt, Grob-Konzept des Produktes

Output:

Ausgefülltes FMEA-Formblatt, Schwachstellen, Verbesserungsvorschläge

Vorteile:

frühes Aufdecken von Fehlern oder Schwachstellen

Nachteile:

Durchführung einer FMEA ist zeitintensiv und bindet wichtige Entscheidungsträger

Quellenangaben:

Vgl.: Pfeifer T., Qualitätsmanagement: Strategien, Methoden, Techniken, 3. Auflage 2001, S. 392 – 408 / Eberhardt O., Gefährdungsanalyse mit FMEA, Expertverlag, 2. Auflage, 2008 / Müller, Dieter H., Tietjen, T., FMEA-Praxis: Komplettpaket für Training und Anwendung, München, Wien 2003 / Vitrián, E., Beitrag zur Ermittlung von Kosten und Nutzen der präventiven Qualitätsmetho-den QFD und FMEA (Dissertation), Berlin 2004 / Vahrenkamp, R., Produktionsmanagement, Oldenbourg 2008 / McDermott, Robin E. et al, The Basics of FMEA, New York 2009.

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