Brainwriting

Brainstorming
unter 10 Mitarbeitern
zwischen 10 und 40 Mitarbeitern
über 40 Mitarbeitern
Austausch mit Internen
gering
einmalig
gering

Ziel des Brainwritings ist es, im Gegensatz zum Brainstorming, nicht auf der gedanklichen Leistung der Mit-Teilnehmer aufzubauen, sondern jeden Teilnehmer unabhängig von der Gruppe Ideen sammeln und verschriftlichen zu lassen, um diese dann später gemeinsam assoziativ zu kreativen Problemlösungsideen weiterzuentwickeln.

Beim Brainwriting wird darauf geachtet, dass alle Faktoren, die die Produktion neuer Ideen hemmen können, minimiert werden. Die Teilnehmer sollen ohne jede Einschränkung Ideen produzieren und/oder ihre Vorstellungen mit anderen Ideen kombinieren. Im Idealfall inspirieren sich die Teilnehmer während der Diskussion gegenseitig mit ihren Ideen, die sie dann weiterentwickeln können. Man unterteilt das Brainwriting in zwei Phasen. Die erste Phase dient dem Entwickeln von Ideen und der Schaffung von Assoziationen. In dieser Phase ist eine Bewertung fremder wie eigener Ideen verboten, weil dies zu einer inneren Zensur bei den Teilnehmern führen und das Finden neuer Ideen erschweren würde. In der zweiten Phase werden die Ergebnisse dann einer ausführlichen Kritik unterzogen und die besten Ideen herausgefiltert. Um Brainwriting durchführen zu können, benötigen Sie einen moderierenden Gruppenleiter, der die (Ideen-)Zettel einsammelt und an einer Tafel zusammenfasst.

Der Vorteil dieser Methode gegenüber anderen Kreativitätstechniken ist, dass auch Ideen von sonst eher passiven bzw. stilleren Teilnehmern festgehalten werden können. Aufgrund der Anonymität der eingereichten Zettel können hierbei auch kritische Ideen und Vorschläge offenbart werden.

Input:

Problemstellung, individuelles Wissen und Erfahrungen der Gruppe

Output:

Protokoll mit Ideen/Anregungen zu Lösungsmöglichkeiten bzgl. der Problemstellung

Vorteile:

Anonymität der Teilnehmer wird gewahrt, Berücksichtigung aller Ideen

Nachteile:

Die erfolgreiche Zusammenführung der Ideen hängt von der Kompetenz des Moderators ab

Quellenangaben:

Vgl.: Vahs, D., Organisation, Stuttgart 2003, S. 450 / Higgins, J.M., Wiese, G.C., Innovationsmanagement, Berlin 1996, S.131 / Eversheim, W., Innovationsmanagement für technische Produkte, Berlin 2003, S.146 / Hauschildt, J., Innovationsmanagement, München 2004, S.317 / Gausemeier, J., Ebbesmeyer, P., Kallmeyer, F., Produktinnovation, München 2001, S.124 / Pleschak, F., Sabisch, H., Innovationsmanagement, Stuttgart 1996, S.33/ Probst, G., Raub, S., Romhardt, K., Wissen Managen, Wiesbaden 2003, S.118

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