Analytic Hierarchy Process

Analytischer Hierarchieprozess
unter 10 Mitarbeitern
zwischen 10 und 40 Mitarbeitern
über 40 Mitarbeitern
Austausch mit Internen
hoch
einmalig
hoch

Ziel der Methode Analytic Hierarchy Process ist es, durch einen hierarchischen Analyseprozess komplexe Entscheidungsprobleme zu strukturieren und zu vereinfachen, um so eine rationale Entscheidung zu treffen.

Als „analytisch“ wird der AHP wegen seines Vermögens bezeichnet, eine Problemkonstellation in all ihren Abhängigkeiten umfassend zu analysieren. Er wird „Prozess“ genannt, weil er einen prozessualen Ablauf vorgibt, wie Entscheidungen strukturiert und analysiert werden. Dieser Ablauf ist im Prinzip immer gleich bleibend, wodurch der AHP bei mehrfachem Einsatz zu einem leicht einsetzbaren, einer Routinehandlung gleichkommenden Entscheidungswerkzeug wird.
Zur Durchführung der Methode werden im ersten Schritt Daten gesammelt, die zur Entscheidungsfindung wichtig sind. Anschließend erfolgt ein(e) Gegenüberstellung, Vergleich und Bewertung aller Kriterien bzw. Alternativen. Hierbei muss der Entscheider jedes Kriterium jedem anderen gegenüberstellen und vergleichen. Dabei notiert der Entscheider, welches der beiden Kriterien für ihn jeweils wichtiger erscheint. Durch diese Methode der paarweisen Vergleiche lässt sich dem Entscheider eine sehr genaue Bewertung aus der Vielzahl konkurrierender Kriterien entlocken. Dies führt zu einer Rangfolge, in der die Kriterien ihrer Wichtigkeit nach geordnet sind. Im letzten Schritt soll die zu Anfang gestellte Frage beantwortet werden. Aus den einzelnen Bewertungen ermittelt der AHP mit Hilfe eines mathematischen Modells eine präzise Gewichtung aller Alternativen in Bezug zu den jeweiligen Kriterien und fügt diese in einer prozentualen Reihenfolge zusammen. Die Methode des AHP basiert mathematisch im Wesentlichen auf einer Kette von Matrizen-Multiplikationen. Um den AHP durchführen zu können, benötigen Sie fundierte Kenntnisse in der linearen Algebra.

Der Vorteil dieser Methode beispielsweise gegenüber der Nutzwertanalyse ist, dass sie über die Ideenbewertung hinaus geht und eine eindeutige Auswahlempfehlung generiert.

Input:

Präferenzen festlegen, Alternativenauswahl

Output:

objektive Entscheidung mit Hilfe einer Gewichtung aller Kriterien, prozentuale Reihenfolge der Alternativen, Elemente

Vorteile:

Ausgabe eines eindeutigen Präferenzwertes, da eventuelle Inkosistenzen in der Entscheidungsfindung aufgedeckt werden wird die Transparenz der Entscheidung verbessert

Nachteile:

ohne vollständige Bewertung der einzelnen Elemente keine Entscheidung möglich

Quellenangaben:

Vgl.: Saaty, T.L., Decision Making for Leaders – The Analytic Hierarchy Process for Decisions in a Complex World, Pittsburgh 2001

Kommentare unserer Besucher

Die in der Beschreibung genannten Kriterien gelten sicherlich für die klassische Variante des Analytic Hierarchy Process.
In der Online Version sind viele klassische Einschränkungen jedoch aufgehoben.
Der Zeitaufwand kann sehr gering ausfallen.
Die angeführte hohe Komplexität kann durch einfache Interaktionsschnittstellen auch reduziert werden.

Beispiele der webAHP Umsetzung sind mit dem Schweizer Tool questfox möglich. www.questfox.com

Vielen Dank für diesen Hinweis!

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